So macht man es nicht – Verallgemeinerung

120310_verallgemeinernWie macht man sich viele Feinde und das grundlos? Wie wird man besonders rücksichtslos? Wie beleidigt man eine große Masse an Menschen? Man verallgemeinert.
Anhand des Tweets von Julia Seeliger, einer deutschen Politikern (engagiert bei den Grünen) sowie Journalistin (schreibt für die TAZ) möchte ich etwas ansprechen, was sich in unserer Gesellschaft eingebürgert hat, so aber mitunter zu den schlimmsten (und falschesten) Aussagen unter Menschen überhaupt führt. Verallgemeinerung wird in der Politik verwendet (Politikern kann man auch nicht trauen; die SPD versaut alles; die Grünen sind auch nur Ökos; ..), gerne im Sport und Sportumfeld (Die Fans von Lautern kann man vergessen; Fahrradfahrer dopen doch alle; Fairness kennen die im Fußball auch nicht; ..) oder im normalen Alltagsleben (sei es, dass man Hopper meint, Studenten, Kinder, Schüler, Beamten). Eng verknüpft mit Vorurteilen greift man mit Verallgemeinerungen eine ganze Personengruppe an, die für einzelne Mitglieder dieser Personengruppe garnichts können.

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10 Antworten zu “So macht man es nicht – Verallgemeinerung”

  1. allgemeiner sagt:

    Leute die verallgemeinern sind doch alle doof!

  2. Raphael sagt:

    Genau, vor allem diese Blogger!

  3. Raphael sagt:

    Ab welcher statistischen Signifikanz ist die Verallgemeinerung eigentlich zulässig?

  4. Dominik sagt:

    Erst auf den Tweet (“geht kacken”), dann weiter aufs Blog (“Ihr bescheuerten Pisser (und Wichserinnen)”) – versteh ich das richtig? Die Frau will gewählt werden? Hilfe …

  5. Manu sagt:

    Dachte die Zeitrafferin wär keine Politikerin mehr?

    PS: Hopper verallgemeinern ist doch auch nicht pauschal schlecht :)

  6. Erdferkel sagt:

    Nein, Dominik, die Frau will nicht gewählt werden, denn wie Manu richtig anmerkt hat sie sich mit Beginn ihrer Taz-Arbeit aus den Grünen zurückgezogen.

    Und angesichts dessen, wie sich ein Mob von #piraten+ Gestalten bei Twitter auf die zeitrafferin eingeschossen hat, kann ich die Reaktion durchaus verstehen.

  7. tanine sagt:

    Hm, jein. Ich kann beide Seiten nicht verstehen, Erdferkel und kritisiere beide Seiten daher. Und dieses in etwas hineinsteigern, gerade bei Zeitrafferin, hat eben auch den Nachteil, dass sie nicht nur verallgemeinert (und damit auch Unschuldige beleidigt), sondern auch wirklich sich auf etwas eingeschossen hat und Einzelpersonen stark angreift.

    Und ganz ehrlich, davon ab ob sie gewählt werden möchte oder nicht, ist so ein Verhalten in der Öffentlichkeit eine Schande. Gut, scheinbar ist es der TAZ nicht wichtig, dass neutral berichtet wird, aber vielleicht bei einer potentiellen anderen Arbeitsstelle? Wer weiß, was auf sie / uns an Herausforderungen zukommt und da ist es mehr als schlecht, sich von vorneherein durch soetwas alles zu verbauen.
    Da greift, ganz einfach der Satz “Da sollte man drüber stehen können”. Den würde ich übrigens jedem anraten, der etwas mehr mit Öffentlichkeit und Öffentlichkeitsarbeit zu tun hat.

    Ab wann man Verallgemeinern darf? Schwer zu sagen. Verallgemeinerung ist ab dem Punkt schlecht, ab dem sich wirklich Unschuldige konkret angegriffen fühlen und oder die Verallgemeinerung zu festgefahrenen Meinungen bzw. Vorurteilen führt, die bei Einzelpersonen / Unschuldigen dann nicht mehr so einfach revidiert werden können und wollen.

    lg

  8. Erdferkel sagt:

    Oh, das sehe ich anders. Wenn eine Partei sich ihre flachen, schwachen Hierarchien und ihre basisdemokratische Struktur definiert, und wenn ein lauter Mob von Anhängern unwidersprochen im Namen der Partei gröhlt, dann darf der Rest sich nicht wundern, wenn der Mob das Bild der Partei bestimmt. Sich einerseits vom Mob zu distanzieren, sich andererseits aber mit ihm zusammen angegriffen zu fühlen, ist schizophren.

    Auch wenn Julias verhalten im Bezug auf die Mobabwehr kontraproduktiv ist glaube ich nicht, dass es karrieretechnisch von Nachteil sein dürfte – ich kenne durchaus viele Leute, die es respektieren, wenn man sich alleine den vielen entgegenstellt, die Wortwahl ist da lediglich eine Geschmacksfrage.

  9. Raphael sagt:

    > Verallgemeinerung ist ab dem Punkt schlecht, ab dem sich wirklich
    > Unschuldige konkret angegriffen fühlen
    Also ab einem beliebigen c > 0? Wenn es also einen einzigen Neonazi gibt, der Schwarzafrikaner mag, kann man die Gruppe nicht mehr als ausländerfeindlich titulieren? Abstruses Beispiel, aber das impliziert deine Aussage.

    Will sagen: Letzten Endes ist doch fast alles, was wir im Alltag als “Tatsache” hinstellen, eine Verallgemeinerung einer empirischen Beobachtung. Wo liegt aber nun die Grenze?

  10. Schumbi sagt:

    Hey,
    der menschliche Geist ist zu begrenzt um die Realität im Ganzen zu begreifen. Verallgemeinerung, man könnte auch Abstraktion dazu sagen, erleichtert das Verständnis für viele Dinge enorm. Ausnahmen fallen dadurch leider unter den Tisch. Nicht nur die Wissenschaften machen sich das Prinzip zu eigen. Wer nun anmerken möchte, dass auch diese persönliche Feststellung eine Verallgemeinerung ist, hat durchaus recht, denn auch ich bin ein Mensch. ;-)

    HF und seid nachsichtig mit dem Rest der Welt ;-)
    Schumbi

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