Bildschirmgrößen und Rücksichtnahme

120310_bildschirmeJenachdem, welche Statistik man zu Rate zieht, liegen die Nutzerzahlen von Usern mit Bildschirmgrößen 1024*768 und kleiner bei 25 bis 35%. Grob geschätzt ist also jeder dritte noch mit einer ‘alten’, kleineren Bildschirmauflösung unterwegs, auch wenn der Trend natürlich in Richtung größerer Bildschirme und damit auch größerer Auflösungen geht. Man könnte diese 33% ans Internetusern also als Minderheit ansehen und ignorieren – oder eben nicht ignorieren.
Bewusste Entscheidung der Betreiber oder aber einfaches Vergessen, da sie sowie die Homepagebauer größere Auflösungen beim Testen verwenden?
Denn, und an dieser Stelle kommt man zu einer Glaubensfrage: Will und kann man solche Minderheiten wahrnehmen und auf sie eingehen? Ähnlich wie User mit manchen Browsern diskriminiert werden, werden auch User kleinerer Bildschirmauflösungen oftmals ignoriert oder vernachlässigt.

Im Hype des Internet geht es immer voran, alles dreht sich weiter und Innovationen werden angepriesen, doch sollte man ebenso das, was vorhanden ist, auch wahrnehmen. Die neueste Firefox-Version ist ja ganz nett, aber damit können Mitarbeiter eines Großunternehmens, die einen Browser ‘vorgesetzt’ bekommen, nichts anfangen.

Ich plädiere dafür, dass auch auf jene mit geringerer Bildschirmauflösung Rücksicht genommen wird. Nicht nur, dass meiner Meinung nach kaum jemand es sich leisten könnte, auf ein Drittel aller Internetuser zu verzichten, sondern auch, da ein wenig Weitsicht nicht schadet. Nicht jeder eurer Blog/Homepage/Sonstiges-Besucher hat genau euren Browser, genau eure Auflösung, genau eure Ansichten, keinen Werbeblocker oder Flash aktiviert – man sollte auch das Unerwartete in Betracht ziehen und sich bewusst machen, wenn man auf manche Besucher keinerlei Rücksicht nimmt.

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4 Antworten zu “Bildschirmgrößen und Rücksichtnahme”

  1. Simon sagt:

    Natürlich hat auch Google mal dazu Daten gesammelt. Um herauszufinden, wie gut die eigene Seite auf wieviel Prozent der Bildschirme passt, eignet sich ein entsprechendes Google-Tool: http://browsersize.googlelabs.com/. Und Respekt: von der Breite her passt deine Seite auf die Bildschirme von 99% der Internetuser.

    Mit den aktuellen Breitbildschirmen kommen auch wieder neue Aspekte mit hinzu: zwar haben viele einen großen Bildschirm. Allerdings passen darauf natürlich auch viele Sidebars. Hinzu kommt noch, dass ich auch einige kenne, die die Breite ihres Browserfensters dann an die geringe Höhe anpassen. Also: trotz großer Bildschirme nur wenig Platz in der Höhe und bei einigen auch wenig Platz in der Breite, auch wenn mehr Platz da wäre.
    Trotz einer Auflösung von 1280×800 auf meinem Laptop gehöre ich aus solchen Gründen sicher indirekt zu diesem Drittel der Internetuser.

  2. Raphael sagt:

    Tanine, du übersiehst einen ganz wichtigen Trend: kleinere Bildschirme sind nicht alt, sondern kommen immer mehr in Mode! Netbooks, Smartphones und Ähnliche haben qua Auslegung kleine Schirme mit zwangsweise kleineren Auflösungen.

    Natürlich ist die Auflösung ein schlechtes Maß für Passgenauigkeit; ein kleines Display mag technisch in der Lage sein, hohe Auflösungen zu liefern, wird aber dennoch Inhalt groß darstellen, damit er erkennbar bleibt. Wenn hier auf dieser Seite zB CTRL+Mausrad verwende, verändert sich die Seitengröße.

    Simon, der Overlay von Google ist leider wenig hilfreich, da er nicht von der Fenstermitte, sondern vom Rand an zählt. Oder kann man das irgendwo umstellen?

    Seiten mit fester Breite, wie sie viele Wordpress Themes auch liefern, verschenken Potential auf großen Schirmen. Ich selbst finde es beschwerlich, Text in deutlich breiteren Zeilen als A4 zu lesen, aber manchmal kommt es ja auch darauf an, viel auf eine Höhe zu bringen, um es ohne Scrollen sehen zu können. Wikipedia zB nutzt alle Größen voll aus.

  3. Manu sagt:

    Und Fullscreen-Browsing ist doch auch nur noch partiell aktuell… Jetzt nicht wegen Tiling (was ja in Windows 7 in the box kommt) sondern auch wegen diesen ganzen Widgets die man einfach offen haben _muss_

    *hust*

  4. tanine sagt:

    Das stimmt, so gesehen ist der Trend dank der mobilen Usergeräte sogar eher gegenläufig.
    Was wir also haben werden ist das Gegenteil einer Gauß’schen Verteilung. Einen starken Anfangn mit den vielen, riesigen Heim-LCDs und ein starkes Ende mit den vielen winzigen mobilen Endgeräten.

    Aber gut, dass sollte zu einer ordentlichen Unterscheidbarkeit dieser beiden Sparten führen und so die Optimierung von Seiten etwas einfacher gestalten (wobei wir Blogger da eh böse grinsen und auf unsere RSS-Feeds verweisen können; mit Ausnahme vielleicht von den Großen á la Basic Thinking mit ihren gekürzten Feeds).

    lg

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