.. oder die Kunst des Lesens. Vielfach niedergeschrieben, diskutiert, nochmals niedergeschrieben, Bücher über die Kunst des Lesens veröffentlicht, wieder diskutiert wurde die Kunst des Lesens. Nur wird dabei oftmals nur auf den Inhalt eingegangen. Wie man Texte richtig zu verstehen hat, literarisch wertvoll seien oder aber dass man auch gleich mehrmals bestimmte Texte zu lesen habe.
Doch gibt es auch einen ganz anderen Aspekt beim Lesen eines Buches, speziell bei Taschenbüchern, der mir erst im Laufe der letzten Monate bewusst wurde anhand der Tatsache, dass ich es nicht mehr mit Leihbüchern aus meiner Bibliothek zu tun habe, sondern ich selbst Bücher kaufe, besitze. Je nachdem, wie man ein Buch liest, zerstört man es beim Lesen.
Man zerliest Bücher, um es kurz zu machen. Bei gebundenen Büchern geht man rücksichtslos mit dem Bund und dem Schutzumschlag um, bei Taschenbüchern zerstört man durch Aufschlagen des Buches den Buchrücken, man sorgt für Eselsohren, trägt Bücher in dreckigen Ränzen durch die Gegend, setzt sie Gefahren außerhalb der Wohnung aus und packt die sauberen Seiten mit Fettfingern an.
Veranschaulichen möchte ich dies durch das hier links eingefügte Bild (größer zu sehen über die Verlinkung, wenn man es anklickt). Die Buchrücken der Taschenbücher und broschierten Bücher sind eingeknickt. Weitere schöne Beispiele zerlesener Bücher habe ich bei Deviantart.com gefunden.
Doch wie macht man es nun richtig? Nun, es gibt drei Möglichkeiten, auf dieses Problem zu reagieren.
- Garnicht reagieren und ignorieren. Wenn die Bücher kaputt gehen oder nicht so toll aussehen, ist das auch egal. Wichtig ist nur der Inhalt!
- Man kauft sich einen Ebook-Reader. Diese Möglichkeit würde ich sogar ernsthaft in Betracht ziehen, allerdings erst in einigen Jahren, wenn diese Reader in meinen Augen ausgereift genug sind – ebenso auch die Organisation dahinter bezüglich Ebooks.
- Die dritte Möglichkeit ist, wirklich Rücksicht auf die Bücher zu nehmen. Nicht nur, sie in Schutzhüllen/-packungen ausschließlich im Rucksack zu transportieren, damit sie nicht nass und dreckig werden können, sie nicht mit fettigen Händen anzufassen und immer ordentlich zu lagern, einzureihen und nicht zu stapeln, sondern dass man sie auch auf eine ganz andere Art und Weise liest, wenn man sie in Händen hält.
Copyright by kiwikewlio via flickr.com
Das ist nicht ganz leicht am Anfang, mag unnötig erscheinen und manch einer dürfte sogar Handschmerzen davon bekommen – doch darf man sich gerne fragen, ob einem dieser geringe Aufwand der Schutz des Buches wert ist; oder nicht.
Tags: Buch, Buchrücken, Lesen, Taschenbuch

Bei mir sehen auch viele Taschenbücher so aus, wie in deinem Regal. Früher habe ich die Riefen im Einband beim Lesen fast schon absichtlich gemacht. Ich stelle die zerschlissenen Buchrücken als Trophäe in meinem Regal aus. So sieht man, dass die Dinger nicht nur von aussen angeguckt, sondern tatsächlich gelesen worden sind. Das gilt seltsamerweise aber nur für Taschenbücher.
Bei fest eingebundenen Schinken nehme ich den Schutzumschlag meist sofort zur Seite, damit er ja nichts abbekommt. Ich verzichte manchmal sogar darauf ein Buch mit mir herumzuschleppen, damit die Seiten im Rucksack nicht zerknickt werden.
Ah, wenn wir schon bei Büchern sind, das kam bei mir heute noch über den Feedreader rein: http://tinyurl.com/ydyr5kg
Ich gebe seit einigen Jahren penibel darauf acht, Bücher nicht so zuzurichten wie die verlinkten Bilder zeigen. Dazu sind sie mir oft zu teuer; außerdem möchte ich, dass sie im Regal ordentlich aussehen, so kaufe ich ja auch nach Möglichkeit nur zusammenpassende Ausgaben einer Reihe. Leider komme gerade ältere Bücher schon mit zerschlissenen Ecken hier an
Mitgenommen werden Bücher im Rucksack nur festgeklemmt zwischen anderem Zeug und in einer Plastiktüte. :]