Ich hatte gestern Abend eine der besten Abendunterhaltungen seit Langem. Wobei sich natürlich darüber diskutieren lässt, ob man das Schauspiel lustig und ironisch findet oder aber nur traurig und entsprechend wutentbrannt den Raum verlässt.
Fakt ist, dass eine Referentin aus dem AStA abgewählt wurde. Eine qualifizierte Mehrheit, die Referentin des Kramladen abzuwählen, kam nicht zu stande. Die Referentin trat im Anschluss zur Wahl selbst zurück. Der Co-Referent für den Kramladen trat zurück. Der Männer- und Schwulenreferent trat zurück. Die Frauen- und Lesbenreferentin trat zurück. Der Co-Referent Film trat zurück. Der Co-Referent Vorsitz trat zurück. Der Behindertenreferent trat zurück. Referent Vorsitz wurde nur gewählt. Referat Fachschaften trat zurück, ist nur noch kommissarisch im Amt.
Vermutlich wird es dann in den nächsten zwei Wochen zu Neuwahlen des StuPa kommen.
[Edit: Es wird nicht zu Neuwahlen, sondern erstmal nur zu Anträgen bzgl. der Auflösung des StuPa kommen. In Folge einer Auflösung, die über eine Urabstimmung realisiert werden müsste, bei der unwahrscheinlich zu bekommende 25% der stimmberechtigten Studenten abstimmen müssten, käme es dann eventuell zu einer verfrühten Neuwahl des StuPa im Januar - nur einige Wochen vor der regulären Neuwahl.]
Es bleibt abzuwarten, wie es weitergeht, doch kann man dieses Possenspiel durchaus als Blamage für das Studentenparlament, für den AStA wie auch einfach die beteiligten Personen selbst sehen.

Ich weiß nicht, ob ich es traurig oder lustig finden soll. Es unterstreicht aufs Neue, dass der AStA anscheinend nicht in der Lage ist, seriös zu arbeiten.
Unser AStA in Essen hat am Dienstag eine Vollversammlung einberufen und dort anscheinend die Zustände in der Uni abgewiegelt. Die Versammlung hat dann beschlossen unser Audimax und einen Hörsaal in Duisburg zu besetzen. Die AStA hat sich dann verabschiedet. Ich verstehe auch hier nicht so recht, wie das Studentenwohl in den Augen der AStA auszusehen hat.
Ich bin seit einem Jahr an der HU Berlin immatrikuliert. Bei meinen bisherigen Zusammentreffen mit der hiesigen ASta konnte ich teils nur den Kopf schütteln, da teilweise Realitätsverlust vorliegt, das Wohl der Studenten eher zweirangig ist und der Kampf gegen die Uni-Leitung im Forderung steht.
Derzeit ist das Hauptgebäude der HUB besetzt. Seit 1 Min. läuft wohl ein Plenum im Audimax, bin gespannt, wie sie weitermachen wollen.
Fakt ist auch, dass du anscheinend nicht so viel Ahnung von Hochschulgremien hast. Sonst wüsstest du, dass das StuPa die Referenten sowohl bestellen, als auch abberufen kann. Auch wüsstest du, dass es nicht mal eben zu Neuwahlen kommt, weil man sich das eben mal so vorstellt. Und du würdest nicht “das AStA” schreiben.
Vielen Dank für diesen konstruktiven Kommentar.
Ich werde meine Unkenntnis weiterleiten, veröffentlichen und ein Tshirt mit der Aufschrift ‘Ich habe keine Ahnung von Gremien’ tragen.
Lg
Ich hätte einen Gegenvorschlag: Die Satzung der Studierendenschaft ist auf der AStA-Website zu finden. Damit wärest du schonmal recht gut gegen Irrtümer gewappnet. Wenn du dann noch für das StuPa kandidieren würdest (vielleicht auch unter deinem richtigen Namen, so viel Ehrlichkeit sollte sein), könntest du beweisen, dass du es besser kannst als wir anderen und noch dazu jede Menge darüber bloggen! LG, Manuel
Es ist faszinierend, dass du sowohl die Gremien(nicht)angehörigkeit als auch Unkenntnis über Gremienarbeit aus der Artikelgebung des AStA ablesen kannst.
Wenn du dann genug über mein Reallive aus meinen Blogeinträgen gezogen hast, können wir gerne auch einmal auf sachlicher Ebene miteinander reden.
Lg
Manu: Ich glaube, auf zwei unwesentliche Unzulänglichkeiten im Startbeitrag einzugehen, den Rest aber zu ignorieren, nennt sich gemeinhin ‘Trolling’. Hast du zum Rest denn auch eine Meinung?
Meiner Meinung nach sind hier zwei Personengruppen im Unrecht:
Zum Einen die Mitglieder im StuPa, die trotz angekündigter sensibler Entscheidungen die Sitzung verlassen. Ob das Herstellen von Beschlussunfähigkeit nun glückt oder nicht, ist unwesentlich. Sowas gehört sich nicht. Diese Nasen sind gewählt, um abzustimmen. Protest gegen einen Antrag kann man sehr gut durch Dagegenstimmen zum Ausdruck bringen. Ob diese Praxis Neuwahlen rechtfertigt, weiß ich nicht.
Zum Anderen die (jetzt Ex-)Mitglieder des AStA, die nach einem (anscheinend formal korrekten) demokratischen Kontrollprozess eine große Schmutzkampagne starten und/oder aus Solidarität (?) gleich mal mit zurücktreten. Beides zeigt in meinen Augen nur, dass die entsprechenden Personen der an sie übertragenen Verantwortung (in Form der Übergabe des Postens) zumindest charakterlich nicht gerecht werden.
Details zur Begründung für die Absetzung würden mich übrigens interessieren, auch wenn es für den Absetzungsprozess vermutlich keine Rolle spielt.